armut

gratis-Lebensmittel für bedürftige

Seit anfangs 2020 ist Michelle Renaud aktives Mitglied bei der Organisation "Tischlein deck dich". Die BDP-Politikerin verteilt ehrenamtlich in Schwarzenburg gratis Lebensmittel an Bedürftige. Dieser Einsatz ist zugleich auch ein wichtiges Zeichen gegen Foodwaste. Mehr Informationen zur Organisation "Tischlein deck dich" gibt es hier: 

www.tischlein.ch

familienarmut mit samuel schmid

250‘000 Kinder und Eltern leben in der Schweiz unter der Armutsgrenze. Darüber wurde am 4. September am Abend in Langnau, im Restaurant Hirschen, unter der Leitung von Michelle Renaud, BDP Nationalratskandidatin, diskutiert.

 

„Das zweite Kind meines Sohnes kam mit Nierenproblemen auf die Welt, seither ist alles anders.“ Christa Guggisberg nimmt allen Mut zusammen und erzählt vor zahlreichem Publikum die traurige Geschichte der Familie ihres Sohnes. Völlig unverschuldet rutschte sie in die Armutsfalle. „Mein Sohn musste sich plötzlich fast rund um die Uhr um sein Kind kümmern, konnte nicht mehr richtig arbeiten und verlor seine Stelle. Und da war immer diese Angst um das Kind. Dazu kamen psychische Probleme. Mittlerweile ist mein Sohn ausgesteuert, die Angst um das schwerkranke Kind, es ist heute 12 Jahre alt, ist geblieben“, erzählt Christa Guggisberg weiter. Belastend für die Familie kommt hinzu, dass der zuständige Sozialarbeiter für die Situation laut eigenen Aussagen offenbar wenig Mitgefühl zeigt. Und weil das Geld nicht reichte, konnte eines der Kinder nicht ins Skilager. Die Familie wird ausgegrenzt, kann fast nicht mehr am sozialen Leben teilhaben. Sichtlich bewegt, besteigt anschliessend Alt-Bundesrat Samuel Schmid das Podium. Als Präsident der Winterhilfe Schweiz, gehen ihm solche Schicksale nahe. Er erzählt, wo und wie die Winterhilfe helfen kann. „Es gibt Fälle, da kommt der betrunkene Vater nachhause, schlägt alles zusammen, auch die Betten der Kinder. Jene müssen dann am Boden schlafen, es fehlt das Geld für neue Betten. Hier können wir zum Beispiel helfen.“ Für die BDP-Nationalratskandidatin Michelle Renaud ist klar, dass die Politik reagieren muss, und zwar auch von bürgerlicher Seite her. Sie präsentiert verschiedene mögliche Lösungen. Anschliessend, gibt es dazu eine spannende Diskussion mit dem Publikum. Für einen Abend lang, wird die Armut in der Schweizer Bevölkerung deutlich sichtbar und spürbar. Am 11. September, 19.30 Uhr, wieder im Restaurant „Hirschen“ in Langnau, diskutiert Michelle Renaud zusammen mit Alt-Bundesrätin und der Präsidentin von Pro Senectute Schweiz, Eveline Widmer-Schlumpf, über die Altersarmut. Geplant ist auch wieder, dass eine betroffene Person über ihr Schicksal berichtet. Die BDP Oberes Emmental lädt zu diesem öffentlichen Anlass ein.   

 

Altersarmut mit Eveline Widmer-Schlumpf

Über 30 Prozent der Rentnerinnen in der Schweiz, sind von der Armut betroffen. Bei den Männern sind es 17 Prozent. Darüber wurde am 11. September in Langnau diskutiert. Auf dem Podium unterhielten sich Alt-Bundesrätin und Präsidentin von Pro Senectute Schweiz, Eveline Widmer-Schlumpf, Nationalratskandidatin Michelle Renaud und eine Betroffene.

 

„Es gab ganz schlechte Zeiten, da hatte ich Ende Woche nur noch 45 Rappen zur Verfügung“, sagt Susanna Hirsbrunner. Die 67-jährige Rentnerin ist von der Altersarmut betroffen und erzählt eindrücklich ihre Geschichte. Ihr Leben ist geprägt von schweren Schicksalsschlägen. Dass sie in Münsingen auf einem Fussgängerstreifen von einem Auto angefahren wurde und daher nicht mehr arbeiten konnte, ist nur ein Teil davon. Vorher waren da auch noch eine Kampfscheidung und daraus folgend die schwierige Situation mit ihren Kindern. Die gebürtige Langnauerin ist nach diesen Ereignissen für einige Zeit aus dem Emmental weggezogen nach Bern, sie hat die Situation im Dorf nicht mehr ausgehalten. Jetzt ist sie zurück und hat den Mut aufgebracht zu erzählen, warum sie immer noch in Armut lebt. „Das ist genauso ein Fall“, sagt dazu Eveline Widmer-Schlumpf. „Oft sind Frauen sozial weniger gut abgesichert“, so die ehemalige Bundesrätin. Anschliessend diskutieren Michelle Renaud und Eveline Widmer-Schlumpf über das Problem der Altersvorsorge und auch darüber, wie mögliche Lösungen aussehen könnten. „Wir müssen die Sache als Ganzes anpacken“, ist für die Präsidentin von Pro Senectute klar. Renaud betont, dass es Kompromisse brauche, die allen etwas weh tun würden. Einig war man sich auch darin, dass das Rentenalter erhöht werden muss, und es dafür aber auch genug Jobs für über 55-Jährige braucht.

 

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Michelle Renaud - Screenshot Facebook Thema Armut

Video zum Thema siehe Galerie

Michelle Renaud - Screenshot Facebook Thema Armut